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Musik: Ideale Auseinandersetzung mit dem Inneren des Menschen

10.09.2018

In wenigen Tagen beginnt das diesjährige Knechtstedener Musikfestival. In einem Interview mit P. Samuel Mgbecheta, CSSp erklärt Hermann Max, der Initiator dieser großen Musikveranstaltung, wie alles begann und gewährt einen kurzen Einblick in das Programm des 2018 Knechtstedener Musikfestivals, welches vom 22. bis 29. September 2018 in der romanischen Basilika (zu Knechtsteden) stattfindet.

Hermann Max

Hermann Max studierte Kirchenmusik (Musikhochschule Berlin) und Musikwissenschaft, Kunstgeschichte, Archäologie (Uni Köln); arbeitet vor allem mit der Rheinischen Kantorei und dem Orchester Das Kleine Konzert; Auftritte im gesamten Europa, USA, Israel; seit 1991 Leiter des Festivals Alte Musik Knechtsteden.

Im Zentrum: europäische Musik vom 17. bis 19. Jh. Teilweise dokumentiert in umfangreicher Diskographie.

CD-Preise, Telemann-Preis Magdeburg, Bach-Medaille Leipzig, Bundesverdienstkreuz am Bande.

PS: Können Sie mir kurz sagen, was Musik Ihnen bedeutet?

HM: Sie ist die Pflege und Kultivierung meiner Emotionen, meines Inneren.

PS: Was hat Sie dazu veranlasst, dieses Festival ins Leben zu rufen?

HM: Musik ist ähnlich wie Religion ideale Auseinandersetzung mit dem Inneren des Menschen. Das möchte ich vielen Menschen anbieten.

PS: Warum ist die Knechtstedener Basilika gewählt worden als Austragungsort dieses jährlich stattfindenden Musik Festivals?

HM: Die romanische Architektur ist von zeitloser „Toleranz“. In ihr wird alles aus der aktuellen Zeit gelöst. Sie scheint alles zu dulden.

PS: Welche Ziele wollten Sie damit erreichen?

HM: Die Basilika empfängt jeden offen, unvoreingenommen. Hier kann jeder zu sich selbst und zu Ruhe finden, nachdenken.

PS: Wie viele wurden schon erreicht?

HM: Das weiß ich nicht zu sagen.

PS: Mit welchen Herausforderungen sind Sie konfrontiert?

HM: Publikum für eine Sache zu finden, die fern von Oberflächlichkeit ist. Und zusätzlich zu den bisherigen Unterstützern neue Förderer und Helfer zu finden, auch Ehrenämtler.

PS: Wie haben Sie die Herausforderungen gemeistert?

HM: Wir sind mitten in der Arbeit und haben noch viel zu tun. Wir sind noch keine Meister, sondern noch Lehrlinge.

PS: Wie sieht die Zukunft dieser großen Musikveranstaltung aus?

HM: Das steht in den Sternen, aber wir sind guten Mutes und hoffen auf weiterhin schöne Entwicklungen.

PS: Auf welche musikalischen Darbietungen dürfen sich die Besucher freuen?

HM: Na ja, die Freude ist vielleicht am größten, wenn man es als Hörer schafft, alle Veranstaltungen zu hören. Es geht in diesem Jahr schlechthin um menschliches Leben mit alle Höhen und Tiefen. Aber auch um das Überleben von bedauernswerten Menschen in schwierigen Situationen.

PS: Was wünschen Sie den Besuchern des 2018 Knechtstedener Festival Alte Musik?

HM: Ich wünsche unseren Besuchern, dass sie durch die Veranstaltungen Anregungen zum Nachdenken über dies und das mitnehmen und die Musik dann - in welcher Weise auch immer - alle möglichen Gefühle und Gedanken wachgerufen und beruhigt hat.

Autor: P. Samuel Mgbecheta, CSSp und Hermann Max

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