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315 Jahre - Mission der Spiritaner weltweit

27.05.2018

Heute feiern die Spiritaner weltweit ihr 315 jähriges Bestehen. Am 27. Mai 1703, am Pfingstsonntag, gründete Claude Poullart des Places in Paris die Missionsgesellschaft vom Heiligen Geist.

50-jaehriges-Jubilaeum-spiritanischer-praesenz-in-Rom

Spiritaner aus verschiedenen Ländern feierten am 26. Juni 2016 das 50 jährige Jubiläum spiritanischer Präsenz in Rom.

Gründung des Spiritanerordens

Der Spiritanerorden wurde am 27. Mai 1703 von Claude François Poullart des Places in Frankreich gegründet. Er wurde am 26. Februar 1679 in einer vornehmen Familie aus Rennes geboren. Poullart des Places gab seine Anwaltskarriere auf, und entschied sich, Priester zu werden. Während seines Theologiestudiums in Paris wollte er sich den Armen widmen. Aus diesem Grund nahm er arme Seminaristen auf und kümmerte sich um sie. Am Pfingstsonntag 1703 weihten sich Claude und seine Gefährten dem Heiligen Geist. Sie bildeten eine Gemeinschaft von Freunden. Ihr Leitwort war: „ein Herz und eine Seele". Diese jungen Leute versprachen, Aufgaben zu übernehmen, für die die Kirche schwer Mitarbeiter findet.

Claude François Poullart des Places gründete am 27. Mai 1703, in Paris, den Spiritanerorden.

Claude François Poullart des Places gründete am 27. Mai 1703, in Paris, den Spiritanerorden.

Am 02. Oktober 1709 starb Claude im Alter von 30 Jahren in Paris, zwei Jahre nach seiner Priesterweihe. Die Missionsgesellschaft, die er gegründet hatte, die Spiritaner, blühte für mehr als ein Jahrhundert auf, bis die Einwirkung der französischen Revolution sie niederzudrücken begann. Es bedurfte eines Neuanfangs. Dabei spielte Franz Libermann eine große Rolle.

Wiederbelebung des Ordens durch Franz Libermann

Dieser Sohn eines jüdischen Rabbiners im Elsaß, wurde 1802 geboren. Nach einer langen Phase des Suchens und Fragens trat er zum Katholizismus über. Dann studierte er, um Priester zu werden. Libermann litt an Epilepsie, was ihm lange Zeit den Weg zum Priestertum versperrte. Aber er gab nicht auf. Er hatte den Traum, eine Gemeinschaft aufzubauen, die sich um befreite Sklaven in den ehemaligen französischen Kolonien und um deren Ausbildung kümmern sollte. Er wurde 1841 zum Priester geweiht. Im gleichen Jahr eröffnete er das Noviziat für die „Gesellschaft vom Unbefleckten Herzen Mariens".

Franz Maria-Paul Libermann hauchte dem Spiritanerorden neues Leben ein.

Franz Maria-Paul Libermann hauchte dem Spiritanerorden neues Leben ein.

Auf Anregung von Rom brachte Pater Libermann 1848 seine Gesellschaft dazu, sich mit den wenigen Spiritanern zusammenzuschließen. Die neue Gesellschaft legte das zweifache Erbe zusammen und wurde zur „Missionsgesellschaft vom Heiligen Geist unter dem Schutz des Unbefleckten Herzens Mariens". Dadurch erhielt sie ein neues Leben. Libermann wurde der erste Generalobere der neuen Kongregation.

Spiritaner Heute

Die Geschichte und Entwicklung des Spiritanerordens spiegeln das biblische Gleichnis vom Senfkorn wider, das ein Mann nahm und in seinen Garten säte; es wuchs und wurde zu einem Baum, und die Vögel des Himmels nisteten in seinen Zweigen (Lk 13,19). Waren es eine Handvoll Menschen, die die Initiative von Claude François Poullart des Places unterstützten am Anfang, sind es heute etwa 2600 Menschen, die in 57 Ländern als Spiritaner tätig sind. Sie leben in internationalen und interkulturellen Gemeinschaften.

Kardinal Dieudonné Nzapalainga verteilt Kleidung an Kriegsopfer in seiner Heimat.

Kardinal Dieudonné Nzapalainga ist der Erzbischof der zentralafrikanischen Haupstadt Bangui. Der 51 jährige Spiritaner erhielt im Jahre 2015 den Aachener Friedenspreis. Das Bild zeigt wie er Kleidung verteilt an die Kriegsopfer in seiner Heimat.

Pater Olaf Derenthal betreut eine Mutter mit ihren Kindern.

Der deutsche Spiritanerpater Olaf Derenthal betreut eine Mutter mit ihren Kindern.

Frederic Rossignol in Vietnam

Der belgische Spiritanerpater Frederic Rossignol kümmert sich um Kinder und Jugendliche in Vietnam.

 Der 33 jährige Kapverdische Spiritanerpater Assis (in der Mitte mit buntem Hut) betreut Kinder und Jugendliche in Sao Paulo, Brasilien, seelsorglich.

Der 33 jährige Kapverdische Spiritanerpater Assis (in der Mitte mit buntem Hut) betreut Kinder und Jugendliche in Sao Paulo, Brasilien, seelsorglich.

Der 81 jährige Spiritanerbruder Gereon in seiner Schusterwerkstatt in Knechtsteden.

Der 81 jährige Spiritanerbruder Gereon in seiner Schusterwerkstatt in Knechtsteden.

Insgesamt gehören 2 Kardinäle, 31 Bischöfe weltweit, 2046 Priester, 107 Ordensbrüder und 418 Priesteramtskandidaten der Missionsgesellschaft vom Heiligen Geist an. Fast zwei Drittel der Mitbrüder stammen aus verschiedenen Ländern Afrikas.

Priesteramtskandidaten an der philosophischen Hochschule der Spiritaner in Nigeria mit ihren Ausbildern und Dozenten.

Gott lasse die Werke ihrer Hände zugunsten der Entrechteten, Unterdrückten und Armen gedeihen und reiche Früchte hervorbringen.

Autor: P. Samuel Mgbecheta, CSSp

 
 

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